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Ursprung und Geschichte

Auch wenn der Border Collie 1570 das erste mal beschrieben wird, so ist er doch die Jüngste Rasse der Britischen Hütehunde. Seit Einführung der Sheepdog Trials 1873 fand der arbeitende Hütehund erstmals Beachtung in der Öffentlichkeit. 1881 wurde der erste Collie Club gegründet. Die Gründung der International Sheep Dog Society 1906 war der größte Schritt nach vorn, die erste wirkliche Anerkennung des arbeiteten Schäferhundes. Seit 1976 können beim Britischen Kennel Club angemeldete Hunde nur als Border Collies eingetragen werden, wenn sie bei der ISDS ( International Sheep Dog Society ) registriert oder bereits beide Elternteile beim Kennel Club eingetragen sind.

So vielseitig der Border Collie eingesetzt werden kann ( anfänglich Hund der Schäfer, heute Ausstellungen, Agility, Fly Ball, Dog Dancing, Obdience, Behinderten,- Begleithund und nicht zuletzt der liebende und geliebte Familienhund ) ist, so vielseitig ist er auch in seinem Aussehen. Sein Fell Kann lang oder kurz sein, etwas lockig oder glatt. Für all diese Felltypen gilt aber: Es ist Pflegeleicht, Wasserabweisend und hält ihn bei Wind und Wetter gut geschützt. Meist ist er schwarz mit weißen Abzeichen. Jedoch gibt es mittlerweile eine Menge anderer Farben wie: Tricolor, Blue Merle, Sable White, Blau Weiß, Rot Weiß, Braun Weiß und einige mehr. Weiße Hunde wurden früher zum Schützen der Herde vor Feinden und Dieben eingesetzt.

Im heutigen Standard sind überwiegend weiße Hunde nicht erwünscht. Die Blue Merles und mehrfarbigen Hunde wurden überwiegend in Felsigen Gelände eingesetzt wo ihr Fell ihnen eine natürlich Tarnung ermöglichte.Auch die Größe und der Körperbau können sehr unterschiedlich sein. Was alle gemeinsam haben und das erkennt jeder Laie, wenn er das erste mal einen Border genau beobachtet, ist seine unglaubliche Leichtigkeit und Anmut. Es scheint als schwebe er über den Boden und berühre ihn kaum. Große Border können durchaus 53 cm hoch werden. Die Hündinnen sind meist kleiner und zarter. Er ist intelligent, sensibel und neugierig. Mut und Tapferkeit beweist der Border bei seiner Arbeit am Vieh.

Der Rassestandard

Da der Border Collie sich immer größerer Beliebheit erfreut trifft man ihn heute auf der ganzen Welt an. Die Standards variieren dabei von Land zu Land ein wenig. Ich beschreibe hier den Britischen Standard, er entspricht auch unserem. Genaueres erfahrt ihr beim Club für Britische Hütehunde.

Der Hund ist schön proportioniert, hat eine geschmeidige äußere Linie, die Qualität, Eleganz und völlige Balance zeigt. Jedes Zeichen von Plumpheit ist unerwünscht. Beharrlicher, hart arbeitendender Hütehund von großer Lenkbarkeit und Ausdauer, weder nervös noch aggressiv, aber aufmerksam, munter, unterordnungsfreudig und intelligent. Wie gesagt wer je einen Border beobachtet hat wird diese Charakterista bei ihm finden.

Kopf und Schädel ziemlich breit, Hinterhauphöcker nicht ausgeprägt. Die Backen sind weder voll noch abgerundet. Der Fang ist kurz und kräftig, sich zur Nase hin verjüngend. Der Stop ist sehr ausgeprägt. Der Nasenspiegel ist schwarz, bei braunen und schokoladenfarbenen Hunden darf er auch braun sein, bei blauen Hunden sollte er grau sein. der Kiefer ist Kräftig, das Gebiss ein vollständiges Scherengebiss. Dh. die Schneidezähne des Oberkiefers greifen knapp über die Schneidezähne des Unterkiefers. Die Augen sind weit auseinanderstehend und oval, von mittlerer Größe und braun, außer bei Blue Merles wo eines oder beide Augen blau sein dürfen. Der Ausdruck ist sanft, aufgeweckt, aufmerksam und intelligent. Die Ohren sind von mittlerer Größe und dürfen aufrecht oder halbaufrecht getragen werden ( Kippohren ). Fehlerhaft sind Hängeohren. Die Ohren stehen weit auseinander, sind ausdrucksvoll und beweglich. der Hals ist von guter Länge, kräftig, muskulös und leicht gewölbt. Zu den Schultern hin breiter werdend.Die Rute ist mäßig lang, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, tief angesetzt, gut behaart und mit einem Aufwärtschwung am Ende. Bei Erregung darf sie etwas höher getragen, aber nie über den Rücken getragen werden. Die Vorderläufe sind von vorne gesehen parallel, die Fesseln von der Seite gesehen leicht schräg gestellt. Die Knochen sind Kräftig aber nicht grob. Die Oberschenkel sind lang, kräftig und muskulös, mit gut entwickelten Kniegelenken und kräftigen, tiefliegenden Sprunggelenken. Hinterbeine von hinten gesehen parallel. Die Pfoten sind Oval, die Ballen gut gepolstert. Die Krallen kurz und die Zehen kräftig. Die Bewegung soll frei und fließend sein, die Pfoten kaum angehoben werden, damit sich der Hund mit großer Geschmeidigkeit und Geschwindigkeit bewegen kann. Der Border ist ein beweglicher Hund, immer in der Lage, plötzlich Geschwindikeit und Richtung zu verändern, ohne dabei Balance und Eleganz zu verlieren. Zwei Fellvarietäten sind zugelassen. Ein mäßig langes Fell und ein Stockhaariges. Bei beiden Varianten ist das Deckhaar dicht, die Unterwolle ist ebenfalls dicht und weich, was dem Border einen wetterfesten Schutz verleiht. Bei der langen Fellvarietät bildet das Haarkleid, Mähne, Hosen und Fahne. An Gesicht, Ohren, Vorderläufen ( ausgenommen die Federn  ) und Hinterläufen vom Sprunggelenk bis zum Boden, soll das Haar kurz und glatt sein. Die Wiederristhöhe beim Rüden liegt zwischen 48,3 cm und 53 cm. Bei Hündinnen etwas weniger, zwischen 46 und 51 cm. Zudem wirken Hündinnen im Gesamtbild feiner und zarter.

Welche Eigenschaften hat der Border, was braucht er um glücklich zu sein

Über Generationen hinweg wurde der Border Collie nur als Hütehund gehalten und gezüchtet. Das heißt seit Generationen liegt ihm die Arbeit am Vieh im Blut. Wer einen ruhigen, Couchgesellen sucht, sollte sich daher nicht für einen Border als Hausgenossen entscheiden. Denn auch wenn der ausgewählte Hund nicht aus einer solchen Hütezucht entstammt so liegt ihm das Hüten doch im Blut. Sowie ein Pferd immer ein Fluchttier bleiben wird, so braucht der Border Beschäftigung. Er braucht viel Bewegung und Geistige Herausforderung. Sonst wird aus unserem Genie, ein Wahnsinniger, der alles zerlegt was ihm vor den Fang kommt, seinen Haushalt tyrannisiert und den Hütetrieb zum Jagdtrieb umfunktioniert. Denn letztendlich ist Hüten und Jagen dicht miteinander gekoppelt. Ein Border Collie der nicht verstanden wird und der seine Energie nicht ausleben kann, kann schwere Verhaltensstörungen an den Tag legen! Er ist wie wir bereits wissen sehr schlau und lernbegierig und aus diesem Grund fasst er alles schnell auf. Gute wie auch weniger gute Dinge. Er braucht daher eine aktive Familie die ihm das alles bieten kann. Man muss keine Schafherde halten um einen Border Collie glücklich zu machen. Viel Bewegung, ein ausgeglichenes Familienleben ( denn Border reagieren sehr sensibel auf ihre Menschen und ihre Umwelt ), die ein oder andere Sportart und Spiele die ihn geistig fordern reichen aus einen Border Collie glücklich zu machen. Kurzum er ist ein sehr aktiver Hund der mehrere Stunden Beschäftigung am Tag braucht. Hat er diese, so hat man als Mensch den besten und treuesten Freund gefunden, denn Border lieben abgöttisch. Sie tun alles um ihren Herrn zu gefallen.

Sportarten sind ua. Agility dabei gibt es einen Parcours von verschiedenen Hindernissen, den die Hunde durchqueren müssen. Obdience Wettbewerbe bei denen es auf Gehorsam ankommt. Dog dancing wo Hund und Mensch gemeinsam Tanzen, Sprünge und Übungen durchführen. Erkundigt euch bei einer Hundeschule in eurer Nähe was für Möglichkeiten sie anbieten. Und Spielen, Kuscheln und Erziehung gehören sowieso zu jeder Mensch Tier Beziehung. Probiert einfach aus was euch und eurem Hund Spaß macht.

Mehr Info´s zu all diesem Themen erhaltet ihr beim Club für Britische Hütehunde, beim Verband für das Deutsche Hundewesen und beim Deutschen Hundersportverband. Ebenfalls gibt es genügend Bücher über Border Collies im Handel. Also bevor ihr euch einen Border Collie in eure Familie holt richtig Informieren!

Denn meines Erachtens sind es die tollsten Hunde der Welt und ich möchte keinen von ihnen missen auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist ihnen allen gerecht zu werden.

Die verschiedenen Collies

Man geht heute davon aus, das der Name Collie aus dem Sprachschatz der Kelten kommt und übersetzt bedeutet Brauchbar.

- Border Collie

- Bearded Collie

- Collie Kurz und Langhaar

- Sheltie

- old English Sheepdog

- Welsh Corgi Cardigan, Welsh Corgi Pembroke